Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siegelpresse, f.

siegelpresse, f.
in canzleien eine presse, womit das stählerne siegel auf die urkunden (in wachs) gedrückt wird. Adelung: die Sannel hatte es dem Hannes wohl gesagt: wer so was unterschreibt, ist sein eigner herr nicht mehr, und hernachen ist die seele wie versiegelt. der schneider fühlte einen druck auf seiner seele, als stecke sie unter einer siegelpresse. Ludwig 2, 360; (der weibel) nahm den brief in empfang und legte ihn mit einer oblate unter die an den tisch befestigte siegelpresse, das kleinere staatswappen darauf drückend. Keller 8, 142.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 909, Z. 75.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„siegelpresse“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siegelpresse>, abgerufen am 16.10.2021.

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