Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siegesbogen, m.

siegesbogen, m.
sieges-pforte, porta trionfale. Kramer dict. 2, 810ᵃ; sieges- oder triumfbogen, arcus triumphalis Stieler 138; ein kunstvoller bogen in gestalt eines thores, das zum andenken eines sieges, bez. zu ehren des siegers, damit dieser dadurch seinen einzug halte, errichtet wird. Adelung. Jacobsson 4, 159ᵇ:
dein letzter fall rückt endlich an,
und steigt mit unsern sieges-bogen.
Günther 131;
wie wirst du (Prag) dann bedauern,
dasz er (Friedrich II.) durch deine mauern
und tausend siegesbogen
nicht eher eingezogen.
Gleim bei Muncker Anakreont. 1, 227;
wie ward mir, königin!
als mir der säulen pracht und siegesbogen
entgegenstieg.
Schiller M. Stuart 1, 6;
lorbeerkränze, siegesbogen!
morgen kommt er eingezogen,
der den bessern überwand.
Heine 1, 338 Elster.
bildlich:
damit er, aber doch ohn alles schul-geschwätze,
die weiszheit, die er schützt, auf sieges-bogen setze.
Günther 410.
dafür auch: fornix, herrlicher siegbogen. Dentzler 2, 285ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 920, Z. 36.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„siegesbogen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siegesbogen>, abgerufen am 24.10.2021.

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