Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siegesherr, m.

siegesherr, m.
sieger, siegreicher feldherr; nur in der älteren sprache, vgl. siegherr und alts. sigidrohtin, ags. sigedryhten (von gott): der gedultigste Isaac (Jesus) nimt sein marterholtz ... auff sich, leget sein siegeszeichen, als ein siegesherr auff die schultern, und trägt das creutz. Opitz 3, 254; in dem er ... von dem geschrey desz africanischen krieges sagte, dasz jhn allenthalben daherumb als einen trefflichen siegesherren beruffen gemacht hette. Argenis 1, 719; Gasto Foxius war ein solcher tapfferer held, der da eher ein general als ein gemeiner soldat, eher ein siegsherr, als befehlhaber. Schuppius 404;
geist, wasser, blut, die drey sind auff der welt,
durch welcher krafft das zeugnisz wird bestellt.
mehr darff ein mensch der siegesherr will werden,
kein mittel nicht auff dieser weiten erden.
Opitz 3, 121;
von Christus:
zwinge mein gemüte, ...
dasz es preise,
dir als siegsherrn ehr erweise.
hannov. gesangbuch nr. 133, 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 925, Z. 29.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„siegesherr“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siegesherr>, abgerufen am 22.10.2021.

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