Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siegesmal, n.

siegesmal, n.
denkmal eines sieges, meist in freierem gebrauche: ein dritter meynte gar, jedes denkmahl auf teutschem boden nach diesem kriege — sey ein siegesmahl über Teutschland selbst. Klinger 11, 70; jedes aufgestellte kreuz an den landstraszen, jedes heiligen bild, worauf sie stoszen, ist ein siegesmal, das über sie errichtet ist. Schiller 7, 229;
wie dem auch seyn mag, ich bin
entschlossen, das hunderte feld und meine siegesmähler
mit dieser menschenfresserin
vollzählig zu machen.
Wieland 5, 80 (Amadis 14, 28);
die dame, die mich reitzt, ist eine schöne wilde,
... so gefährlich auch, dass niemand sie erblickt,
der auf der stelle nicht zum seelberaubten bilde
erstarrt, und marmorgleich die gärten und gefilde
um ihr bezaubert schloss bey tausend andern schmückt,
die auf gestellen von rubinen
der schönen grausamen zu siegesmählern dienen.
17, 63 (Idris 1, 96).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 927, Z. 49.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„siegesmal“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siegesmal>, abgerufen am 16.10.2021.

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