Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siegestrunken, adj.

siegestrunken, adj.
trunken, berauscht vom siege, vgl. siegtrunken. Campe:
und die Griechen, siegestrunken,
reich beladen mit dem raub,
saszen auf den hohen schiffen.
Schiller 11, 390;
Aspern klingt's —, und Karl klingt's siegestrunken,
wo nur deutsch die lippe lallen kann.
Körner 1, 44 Fischer.
substantiviert: oft kam ich freilich von Diotima's bäumen, wie ein siegestrunkener ... so tobte die freude in mir. Hölderlin 2, 89 Köstlin. freier, mit verschobener beziehung: der metzger lachte und machte siegestrunkene bemerkungen. Gotthelf Hans Joggeli (1893) s. 6. — dazu siegestrunkenheit, f.: in ihrer siegestrunkenheit wütheten die schaaren des herzogs in der schlimmsten weise. Giesebrecht kaiserzeit 5, 914;
die unglückseligen! wie ahnungslos
sie in das ausgespannte mordnetz stürzen,
in ihrer blinden siegestrunkenheit!
Schiller Wallensteins tod 4, 8.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 932, Z. 14.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„siegestrunken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siegestrunken>, abgerufen am 24.10.2021.

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