Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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obsieglich, adj.

obsieglich, adj.
sieghaft, gewinnend: ein obsieglich urtheil. Ayrer proc. 1, 15 (vergl. Heynatz 2, 307); obsiegliche waffen. Abele 4, 481.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1120, Z. 54.

sieglich, adj.

sieglich, adj.,
siegreich, auf sieg bezüglich, mhd. sigelich, adv. -lîche, -lîchen. Lexer handwb. 2, 915, nhd. nur noch im 16. jahrh.
1)
von personen, siegreich: victoriosissimus aller siglichst. Dief. gl. 618ᵇ; der glücklich und sieglich kriegsfürst. Münster cosmogr. 1058.
2)
von abstracten, sieglicher kampf u. ähnl.: auch vill der turgkischen tiranney, die sich dieser zeit sonderlich beschwerlich wider die christenhait ubet, siglicher widerstand getan werden kan. Weimarer urk. v. 1522 bei Dief.-Wülcker 854; David mit grosser heresmacht uberfallen, erschrikket anfenglich: bald aber schepfet ær muͦt uͦnt sœlch trœstlich vertrauën auf got, das ær ... sich der siglichen uberwinduͦng vergewisset. Melissus psalm. A 6ᵇ (ps. 3, überschr.);
der Genueser syglich that,
herr, euch den mund verpittert hat.
Schwartzenberg Cic. 112ᵇ;
s. auch H. Sachs unter siegesthat. — von processen: zu sieglichem austrag. Frankf. urk. des 15. jahrh. bei Dief.-Wülcker 854.
3)
ähnlich häufig als adv. (mit sieg, auf siegende weise, im wege des siegs): dz jhr gwalt unnd namm täglich also wuͦchs, und all jr sach so siglich stuͦnd, das jhnen niemant mehr widerston mocht. S. Franck weltb. 98ᵃ; unnd haben das furstenthumb uberzogen unnd siglich one allen schaden .. erobert. urk. von 1546 bei Dief.-Wülcker 854;
sîn hant dâ sigelîchen nam
vil manegen lobelîchen prîs.
Parz. 4, 16;
dasz der geist dardurch streit und kempff
und das fleisch sieglich unterdempff.
H. Sachs 4, 1, 79ᵃ;
derhalb steht jn gott sieglich bey.
2, 56ᵈ;
der gott der mir rach gibt sieglich,
und zwinget das volck unter mich.
5, 15ᵈ;
wenn ich gewinn die schlacht, er sprach,
so wird ich sieglich ehren werth
beim feind finden dergeleich pferd.
297ᶜ.
4)
auf den sieg bezüglich, zum siege gehörig u. ähnl.: triumphalis ... sig-, sieg-, sege- vel uberwondelich. Dief. gl. 598ᵇ (siglich voc. v. 1482 Scherz-Oberlin 1499, danach Campe);
(Antonius hat) in Alexandria
in Egypten triumphirt sehr,
Rom entzogen jr sieglich ehr.
H. Sachs 5, 264ᶜ;
den sieg verkündend:
von fröuden si dô sungen
ir sigelîchiu wîcliet.
troj. krieg 43971.
ähnlich adverbial:
Eskilabôn der hôch geborn
der blies sigelîch sîn horn.
Pleier Garel 16026.
5)
sieg bringend, bewirkend, verheiszend: deszhalb erwelten sie zuͦ eynem dictator und hauptmann wider sie Lucium Furium Camillum, ... zuͦ erkunden sein glück, ob das auch wider das volck als seins vatter siglich wer. Carbach Livius (1551) 68ᵃ; bedunckt mich viel sieglicher, dasz er (d. feldherr) sich zu aller zufelligen abentheuwer bereit, und nach gelegenheit desz glücks den krieg allzeit auffs feinds gelende zu end führe. Fronsperger kriegsb. 1, 180ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 942, Z. 12.

versieglich, adj.

versieglich, adj.,
'versiegen könnend'. Campe unter versiegbar. unversieglich belegt Sanders unter verseigen 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1905), Bd. XII,I (1956), Sp. 1323, Z. 59.

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Zitationshilfe
„sieglich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sieglich>, abgerufen am 25.10.2021.

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