Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siegzeichen, n.

siegzeichen, n.,
vgl. siegeszeichen: sigzeichen (das) harnisch oder dergeleychen geweer vom feynd eroberet, so man an pfälen auffsteckt oder sunst auffhenckt zuͦ einem zeichen unnd gedächtnusz desz sigs, trophaeum. Maaler 374ᵃ; siegzeichen, trophée Hulsius 298ᵇ; tropaeum, s. Corvinus fons lat. 720ᵇ; jm ward angesagt, das Saul gen Charmel komen were, und hette jm ein siegzeichen auffgericht. 1 Sam. 15, 12; wie wir dann lesen im ersten buch Samuelis am 7. cap. da Samuel die Philistiner erlegt und jnen obsiget, habe er eine steine seulen zu einem sigzeichen auffgerichtet. Gretter erkl. der ep. Pauli an d. Römer (1566), s. 841; hierauff heisset Esaias unsern herrn Christum auch ein panier oder sigzeichen, welches gott selbs habe verordnet und auffgerichtet. 842; sie hat die inquisition inns land gebracht, ... den adel und die burger entweder auff die fleyschbanck gelifert, oder ausz dem land verbannet. die Spanier dargegen ins land gebracht: das feur und schwerd zu eym sigzeichen auffgesteckt. Fischart bienenk. 5ᵇ; an statt der augenfülligen scheinbaren sigzeichen, und glücklichen streitermanungsseulen und kriegsstöcken, welche mehrertheyls kriegs fürsten unnd heerführer mit grossen steinhauffen und baukosten, zusetzen pflegen. Garg. 267ᵇ;
weil die siegzeichen allda hiengen.
H. Sachs 5, 321ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 951, Z. 21.

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Zitationshilfe
„siegzeichen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siegzeichen>, abgerufen am 23.10.2021.

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