Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sieme, f.

sieme, f.
schnur, seil, dünner strick, bindfaden, s. seime, sp. 227. das wort findet sich besonders in der jägersprache, s. Behlen 5, 619 (arche). Kehrein weidmannsspr. 273 ('sieme — nennt man die dünnen stricke, welche an den vogelnetzen befindlich sind'); ferner in hess., thür. und nd. mundarten: sîme Vilmar 385, vgl. Bech beitr. s. xxi und Kehrein nachtr. 51; sieme langer faden, lenksieme strick womit das vieh gelenkt wird. Keller 42; sîmen, f., lönkesîmen lenkseil, zicksîmen zeugleine. Kleemann 21ᵃ, sîme Liesenberg 214; nd. sîme (angel-) schnur, (hunde-)leine, dazu sîmeke, f. dünne oder kurze schnur, simen 'mit einer angel fischen, die an einer pferdehaar-schnur befestigt ist'. Schambach 192ᵃ, sonst sim, n. ten Doornkaat Koolman 3, 183ᵇ, semm (schnur an der angelruthe, gewöhnlich von pferdehaar gedreht). Schütze 4, 96.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 961, Z. 71.

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Zitationshilfe
„sieme“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sieme>, abgerufen am 23.10.2021.

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