Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

seifen, m.

seifen, m.
bach, wasserrinne, vgl. das zweite seife 1 und 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1899), Bd. X,I (1905), Sp. 190, Z. 76.

seifen, verb.

seifen, verb.
1)
mit seife behandeln, bestreichen, waschen: seiffen, sapone linire Schottel 1414; seifen, sapone abluere, smegmate ungere Frisch 2, 259ᵃ; nebenform seifenen, sapone linire, oblinere smegmate Stieler 1999; davon die zwei würst gemacht sind, das waʒ ein todte suw, und waʒ bei vier tages tod, darum must ich daʒ fleisch sauber seifen. Ulensp. 37, s. 54; die wäsche seifen Adelung; das seifen der karten. die oberflächen der zusammen gepappten kartenblätter müssen etwas mit seife überstrichen werden. Jacobsson 4, 130ᵃ;
weil nu der luft ganz ungestüm
mit schnee und regen sich vermischet
und nu der wind mit nichten stum
das erdreich gleichsam seifend waschet.
Weckherlin 530;
vgl.ab-, einseifen.
2)
zu seife werden lassen; in verseifen, s. d.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1899), Bd. X,I (1905), Sp. 190, Z. 77.

seifen, verb.

seifen, verb.
bergmännisches kunstwort, im seifen (s. d. 2 und 3) arbeiten, metall aus geröll auswaschen, ebenfalls mit der nebenform seifnen: seifen, auch seifnen, die in seifen vorkommenden nutzbaren mineralien unter hülfe von flieszendem wasser gewinnen. Veith 440; seifen in bergwerken oder seifnen, gold oder zien in der obern erde eines gebirges suchen oder waschen, terram metallicam in superiore terrae sive montis parte quaerere, eamque lavando purgare. Frisch 2, 259ᵇ; seifen, seufen, eine bergmännische arbeit über tage, da in der obern rinde der erdkugel unter der dammerde des gesteins, bey darauf geleiteten wassern, zinnstein oder auch gold und allerhand edelgesteine gesucht und bisweilen gefunden werden. Jacobsson 4, 129ᵃ; abgang nehmen, wenn man bei den seifen schicht macht, d. i. wenn ein bergmann unter der dammerde allerley minern, oder edelsteine sucht, und davon wieder abgehet. 5, 7ᵃ;
etlich musten hütten weltzen,
die andern fegen und schmeltzen,
am haspel ziehen und seiffen,
etlich musten koln zuschleiffen.
A. Schubarth Sieman oder hausteufel D 7ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1899), Bd. X,I (1905), Sp. 191, Z. 15.

siften, verb.

siften, verb.,
s. sichten I oben sp. 744.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 963, Z. 65.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
siegeswind simeonskraut
Zitationshilfe
„siften“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siften>, abgerufen am 17.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)