Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberader, f.

silberader, f.
silberführende ader im bergbau. Adelung, vena argenti Stieler 8. Corvinus fons lat. 1 (1660), 711ᵃ, schon mhd.: die silbergreber heiʒent eine leite, dâ sich diu silberâder hin rihtet in dem berge, nâch der sie varent die wîle sie sî haben mügen. myst. 1, 353, 17; wir wissen, dasz man zu Ottos zeiten die ersten silberadern in Sachsen im Rammelsberg bei Goslar entdeckte. Giesebrecht kaiserz. 1⁵, 292. im vergleich: tugende hort mac niemen erschöpfen: si izt als ein rîchiu silberâder, diu sich wîten umbe sich gebreitet hât; der ist sêlic der ir nâch grebet unz er sî vindet. mystiker 1, 353, 9. bildlich: hier fing seine wünschelruthe .. über allen stellen zu schlagen an, wo sich ausbeuten und silberadern der lust versteckten. J. Paul Fixlein 138.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 984, Z. 8.

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Zitationshilfe
„silberader“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberader>, abgerufen am 17.10.2021.

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