Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberbach, m.

silberbach, m.
silberheller bach:
ein hoher wasser-fall und tieffer silber-bach,
der den crystallen gleich aus einem felsen brach,
versuchte durch den schall mich in den schlaff zu wiegen.
Günther 1067;
er geht in wälder, wo an schilf und sträuchen
in krummen ufern silberbäche schleichen.
E. v. Kleist 1 (1771), 27;
schweigend sahe der May die bekränzte
leichtwehende lock' im silberbach.
Klopstock 1, 190;
sie (Daphne) flog voran; Apollo keuchte
ihr hitzig nach,
bis er das arme ding erreichte,
am silberbach.
Hölty 3, 12 Halm;
liebe rauscht der silberbach.
Schiller 1, 242;
ich säh' im ewigen abendstrahl
die stille welt zu meinen füszen,
entzündet alle höhn, beruhigt jedes thal,
den silberbach in goldne ströme flieszen.
Göthe 12, 59.
in deminutivform:
(ich möchte) nun als silberbächlein rieseln
durch das blumenreiche bette.
Ludwig 1 (1891), 17.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 985, Z. 58.

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Zitationshilfe
„silberbach“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberbach>, abgerufen am 24.10.2021.

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