Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberbaum, m.

silberbaum, m.
1)
baum von silber, bezeichnung des in baumförmigen gestalten aus silbersalzlösungen gefällten silbers, Dianenbaum, arbor Dianae. Karmarsch - Heeren³ 8, 269. Jacobsson 5, 393ᵃ, arbor philosophica Jablonski lex. (1721) 721ᵇ.
2)
silberglänzender, silberweiszer baum:
da oben (im himmel) ist es immer mai
und blühen silberbäume.
Ludwig 1 (1891), 42.
auch als bezeichnung verschiedener baumarten:
a)
die silberpappel, populus alba Campe, deutscher silberbaum Gleditsch (18. jh.) bei Pritzel - Jessen 301ᵇ. Nemnich 2, 1043.
b)
der wilde sperberbaum, pirus aria. quelle von 1810 bei Pritzel-Jessen 283ᵃ.
c)
ein ausländischer baum, in Südafrika heimisch, protea. Adelung. nach Nemnich 2, 1066 umfaszt die bezeichnung silberbaum, holl. zilverboom, protea, leucadendrum viele arten. Campe nennt den fichtenblätterigen, traubenförmigen, ährentragenden, kornblumenartigen silberbaum. nach Oken 3, 1505 ist es die zunft der proteaceen; die dazu gehörige gemeine silberalbe, leucadendron argenteum bezeichnet er als den gewöhnlichen silber- oder atlasbaum. 1509.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 986, Z. 60.

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Zitationshilfe
„silberbaum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberbaum>, abgerufen am 23.10.2021.

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