Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberblüte, f.

silberblüte, f.
silberfarbene blüte, collectivisch:
bereite dich zum danck, der gott gebührt,
der itzt die welt mit speisz' und freude ziert.
nunmehr gebiert
des lauen frühlings silber-blühte (: gemühte),
im warmen sommer, güld'ne frucht.
Brockes 1 (1739), 83.
von einzelnen blüten:
ach! in welchem thal wirst du sie finden,
Lenz, und dich, von ihr verschönert, freun?
welcher Zephyr wird ihr kränze winden
und mit silberblüthen Lauren überschneyn?
Fr. Schmitt im Göttinger musenalm. von 1772 45 neudruck;
hain! der von der götter frieden,
wie von tau die rose, träuft,
wo die frucht der Hesperiden
zwischen silberblüten reift.
Matthisson (1794) 34;
wenn ihn (den dichter) die ulme kühlte
und wenn sie stolz und froh
um silberblüthen spielte,
die fluth des Anio.
Hölderlin 1, 64 Köstlin.
in Düringen heiszt der flieder so. Hertel thür. sprachsch. 228: rosenhecken, mit wildem jasmin und silberblüthen vermengt, zogen sich in einiger entfernung umher. Musäus volksm. 1, 8 Hempel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 991, Z. 56.

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Zitationshilfe
„silberblüte“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberbl%C3%BCte>, abgerufen am 23.10.2021.

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