Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberdiener, m.

silberdiener, m.
diener, der die aufsicht über das silbergeschirr hat, pocillator. Stieler 315, guarda-argenti Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 811ᵃ, besonders an fürstenhöfen. Jablonski lex. (1721) 721. Frisch 2, 277ᵇ. öconom. lex. (1744) 2727. Adelung, bremisch sulverdener, der ratsdiener, der das silbergeschirr des rathauses unter seiner aufsicht hat. brem. wb. 4, 1094. so und freier in folgender stelle: so sehr ist sogar der gröszte schriftsteller, gleichsam wie jetzt Europa, zu den metallen verurtheilt, wie ein Römer-knecht, dieser silberdiener und goldsohn der metallischen verhältnisse, obwol in einem andern sinn als der silberdiener einer fürstlichen silberkammer oder der goldsohn einer mütterlichen herzkammer. J. Paul leb. Fibels 101. in Baiern ist silberdiener eine soldatische bezeichnung des offiziersburschen. Horn soldatenspr. 39.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 994, Z. 26.

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Zitationshilfe
„silberdiener“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberdiener>, abgerufen am 21.10.2021.

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