Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberfasan, m.

silberfasan, m.
eine silberfarbene fasanenart, phasianus nycthemerus. Oken 7, 615. Behlen 2, 67. Höfer 3, 143, der sinesische silberfasan. Nemnich 2, 941 (weil er in China heimisch ist). vgl. goldfasan: bei dem anblicke seines stillen hauses mit den herabgelassenen fenstervorhängen, mit dem buntgepflasterten hofe, mit der volière aus vergoldetem draht und mit dem grünen eingezäunten flecke, auf welchem gold- und silberfasanen nebst anderem gethier spazieren gingen, vergosz myn heer van Streef zwei runde thränen. Immermann 2, 95 (Münchh. 3. buch, 9. cap.); wie denn auch jeder goldfasan und jeder silberfasan seinen besonders abgesteckten und eingefriedigten platz hatte. 97; zum guten glück stand bei den kranichen und reihern ein schmucker silberfasan und wiegte sein perlgrau glänzend gefieder im sonnenschein. Scheffel Ekkeh. (1886) 43; mit einer grünen rute hütete sie eine kleine heerde silberfasanen, und wenn einer weglaufen wollte, schlug sie leise auf seine flügel, worauf einige glänzende federn emporschwebten und in der sonne spielten. Keller 3 (1899), 110;
aus rephun und silberfasan ein gericht
macht' und bracht' er mit hoffnungsvollem gesicht.
Rückert Firdosi 1 (1890), 26.
dazu silberfasanbastard, m. entstehend aus einem silberfasan und einer gemeinen fasanenhenne. Behlen 2, 67. vgl. auch das folgende.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 997, Z. 61.

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Zitationshilfe
„silberfasan“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberfasan>, abgerufen am 18.10.2021.

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