Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberfisch, m.

silberfisch, m.
silberfarbener fisch Campe. vgl. goldfisch: die gold- und silberfische spielten in ihren bassins. Lichtenberg 7, 61; ein sanft flieszendes wasser, auf beiden seiten mit marmor eingefaszt, das in seinen klaren tiefen eine grosze anzahl von gold- und silberfischen sehen liesz, die sich bald sachte bald geschwind, bald einzeln bald zugweise, hin und her bewegten. Göthe 24, 85; der unterschied dieses silber- oder weissfisches (der mairenke, alburnus Mento Agass.) in vergleich zu alburnus lucidus ist ein so charakteristischer, dass man keinen augenblick anstand nimmt, denselben als besondere art gelten zu lassen. Siebold süszwasserf. 161. mehrere fischarten heiszen so: atherina menidia, der carolinische silberfisch. Nemnich 1, 529, argentina carolina, der silberfisch aus Carolina. 450, argentina sphyraena, der toskanische silberfisch. 451, zeus gallus 2, 158, zeus vomer Oken 6, 204, tetraodon mola Müller bei Campe. in deminutivform:
langgehälstes glasgefäsze
setzt' ich ungesäumt dagegen,
wo sich klar im elemente
gold- und silberfischlein regen.
Göthe 3, 186.
im vergleich: ihre augen, in denen die witze auf dem grunde lagen, glichen dann einem bläulichen wasser, in welchem die silberfischchen unsichtbar sich unten halten und höchstens einmal emporschnellen, wenn etwa eine mücke zu nahe an den spiegel streift. Keller 6 (1899), 165.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 998, Z. 32.

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Zitationshilfe
„silberfisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberfisch>, abgerufen am 24.10.2021.

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