Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberflor, m.

silberflor, m.
dünnes silberglänzendes gewebe, aus silbernen oder silberartigen fäden bereitet: wie lieblich verschämt sah ich schon deine wangen erröthen, deinen busen, wie fürstlich schön unter dem silberflor schwellen. Schiller Fiesko 5, 13;
kein mund, um den das lächeln schwebet,
und keine brust,
mit dünnem silberflor umwebet,
füllt mich mit lust.
Hölty 132, 7 Halm.
im vergleich: halb lag sie, halb sasz sie, den rechten nackten arm hatte sie wie selbstvergessen über sich ausgestreckt, sodasz das wasser des kleineren falles an ihrer hand sich brechend in funkelndem staubregen über die ganze liebliche gestalt dahinstob, und sie mit einem schleier von dem feinsten silberflor überdeckt schien. Ludwig 2 (1891), 431. bildlich:
purpur, gold und silberflor
schmücken ihre (der blumen) zarten blätter.
Göttinger musenalm. von 1777 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 999, Z. 20.

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Zitationshilfe
„silberflor“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberflor>, abgerufen am 23.10.2021.

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