Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberflusz, m.

silberflusz, m.
1)
im flusz befindliches geschmolzenes silber Campe.
2)
von einem flusz im gewöhnlichen concreten sinne, fluvius, vergleichend:
die fluth, wie ein lebender silber-flusz (als ob es ein belebter,
aus silber bestehender flusz wäre), schlängelt sich
durch grünender felder smaragdene flächen.
Brockes 5 (1739), 38.
dann auch geradezu als bezeichnung eines flusses mit silberhellem, silberglänzendem wasser. Campe:
der mittag kam, ich lag an silberflüssen,
die sonne sucht' ich in der klaren flut.
Keller 10 (1897), 66.
3)
im sinne von flusz, ergusz, auf silberklares wasser bezogen:
gleich wie der himmels-thau bey licht-bestirnter nacht,
die matten felder tränckt, und seine silberflüsse
bald auf der rosen kelch, bald auf der lilgen füsse
in höchster anmuth geust.
Mühlpforth 1 (1686), hochzeitged. 8.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1000, Z. 12.

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Zitationshilfe
„silberflusz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberflusz>, abgerufen am 22.10.2021.

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