Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberflut, f.

silberflut, f.
silberhelle flut Campe, eines gewässers, brunnens: rings um sie hatten sich ihre gespielinnen in's gras gelagert an einem wasserfall, der seine silberfluth in ein kunstloses becken gosz. Musäus volksm. 1, 7 Hempel; (im bilde)
du aber, schönste, wirff die strahlen,
die mehr als tausend sternen prahlen,
auf deines brunnen silber-fluth,
so wird die quelle höher springen.
Chr. Gryphius 1 (1718), 612;
pluralisch:
herrlich, o see, sind deine silberfluthen,
sanft vom scheine des frühroths übergossen,
oder mild, in nächten des mais, vom stillen
monde beleuchtet!
Matthisson 1 (1810), 88,
von einer thränenflut:
doch nicht gebeugtes knie, erhobne hand,
noch seufzer, klagen, silberfluth der thränen,
durchdrang des unmitleid'gen vaters herz.
Shakesp. beid. Veroneser 3, 1.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1000, Z. 32.

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Zitationshilfe
„silberflut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberflut>, abgerufen am 25.10.2021.

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