Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberfusz, m.

silberfusz, m.
1) aus silber bestehender fusz, z. b. an einem gerät. Campe. 2) silberfarbener, silberweiszer fusz. ebenda: hat die gestalt (mit schnürleib und kleinen chinesischen füszen) noch rest von gefühl, wie wird sie sich (als bildsäule hingestellt) die grobe taille oder den plumpen silberfusz einer griechischen Ceres oder Thetis wünschen! Herder 8, 35 Suphan (mit bezug auf das homerische beiwort der Thetis ἀργυρόπεζα. vgl. silberfüszig);
als Aphrodite mit dem silberfusz
zum schönsten sieg
in Paphos an das ufer stieg.
Seume ged. (1826) 98.
mit besonderer beziehung auf das silberfarbene licht des mondes:
sieh, auch Luna säumet nicht;
sie schleicht heran mit zarten silberfüszen,
um ihren liebling, ihren freund zu grüszen.
Herder 29, 172 Suphan.
in deminutivform:
nun schwebt die Grazie (die geliebte) vor mir,
schlägt mit den silberfüszen triller.
Bürger 19ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1001, Z. 1.

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Zitationshilfe
„silberfusz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberfusz>, abgerufen am 21.10.2021.

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