Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silbergewölk, n.

silbergewölk, n.
silberhelles, silberglänzendes gewölk:
jetzo trat aus dem silbergewölke
Asnath langsam hervor, und ward zu glanze.
Klopstock 6 (1823), 68 (Mess. 17, 286);
das reichliche mittagsmahl, welches die Seldwyler alle tage bereiteten, pflegte ein weithin scheinendes silbergewölk über ihre dächer emporzutragen, welches lachend an ihren bergen hinschwebte. Keller 4 (1899), 77. in vergleichen:
der winter steht (auf dem monde) mit ewigstarrendem fusze
auf der gebürge gipfel, gekrönt mit glänzendem schneekranz,
welcher strahlte wie silbergewölk im schimmer der erde.
Stolberg 1, 391;
ja, hier (in Amalfi) könnte die tage des irdischen seins ausleben,
ruhig wie schwimmendes silbergewölk durch nächte des vollmonds,
irgend ein herz, nach stille begierig und süszer beschränkung.
Platen 122ᵃ.
übertragen: da sie (Lais) sich öfters und allenthalben, wo für sie selbst etwas merkwürdiges zu sehen ist, wenigstens durch das dünne silbergewölk eines koischen schleiers, sehen lässt. Wieland 34, 66;
ob hervor in des schleiers
lichtem silbergewölk du (o busen) wallst.
Voss umdichtung eines ged. von Hölty, in Halms ausgabe s. 71.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1005, Z. 58.

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Zitationshilfe
„silbergewölk“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silbergew%C3%B6lk>, abgerufen am 19.10.2021.

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