Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberkönig, m.

silberkönig, m.
in der schmelzkunst, reines durch schmelzen gewonnenes silber, wie es sich im tiegel ansetzt. Adelung. Jacobsson 4, 173ᵇ. vgl. könig 14 oben theil 5, 1701. auch wenn das so gewonnene silber noch der läuterung bedarf, heiszt es so: so (beim schmelzen reicher silbererze mit salpeter, weinstein und salz) setzt sich ein silber künig unden im tiegel, der dann von wegen anderer eingeleibten metall oder ertz, nicht gar rein und schmeidig sein wirdt, den magstu auff einem schirben vollendt schmeidig treiben. Ercker erz- u. bergwerksarten (1580) 17ᵇ; silberkönige, so aus dem niederschlag fallen, brennen, nach der scheidung von gold und silber entstehende silberkönige durch brennen, schmelzen weiter läutern. Jacobsson 4, 174ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1018, Z. 1.

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Zitationshilfe
„silberkönig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberk%C3%B6nig>, abgerufen am 15.10.2021.

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