Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberkammer, f.

silberkammer, f.
kammer, gemach zur aufbewahrung von silber, silbergeld, silbergerät. Adelung, camera da riporre ò guardare l'argenteria. Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 811ᵇ, argyrotheca Stieler, mhd. silberkamer quelle von 1360 bei Lexer mhd. handwb. 2, 923: bisz so lang iren (durch geldnot zum frieden gezwungener fürsten) bauren die har ein wenig wider erwachsen, und sie sich in der silberkammer etwas entpfinden (wieder etwas geld haben). Kirchhof wendunm. 1, 44 Österley; alszdann werde der hertzog von Lothringen, weil er gar übel in der silberkammer staffieret, lang nit solch kriegsvolck wider aufftreiben und zu wegen bringen. 3, 55; mit freuden darbt, hungert, dürstet jeder vor der thür einer silberkammer, wenn er weisz, sie thut sich ihm auf, nach wenigen tagen. J. Paul leben Fibels 93; obwohl in einem andern sinn als der silberdiener einer fürstlichen silberkammer. 101 (vgl. silberdiener oben). auch als zusammenfassende bezeichnung der personen, denen die aufbewahrung und reinigung des silbergeschirrs an fürstlichen höfen obliegt. Adelung.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1015, Z. 6.

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Zitationshilfe
„silberkammer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberkammer>, abgerufen am 26.10.2021.

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