Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberklang, m.

silberklang, m.
1)
clangor argenti Stieler 982, suono, tinnito dell' argento Kramer deutsch-it. dict. 2 (1702), 811ᵇ, klang des silbers Campe, des silbergeldes:
doch wenn nachts ums haus die eule kreist,
hört man silberklänge wohl bekannt,
in dem lehnstuhl sitzt des wuch'rers geist.
Kerner klecksographien 54.
2)
silberähnlicher, silberheller klang Adelung. Campe: ich hörte den silberklang seiner stimme. Weisze bei Adelung;
die vögel höhen ihren sang,
der ganze buchenhain
wird süszer, süszer silberklang.
Hölty 145, 7 Halm;
dann (im tode) noch flüstre mir in's ohr (o Muse),
dasz im heil'gen schwanensange,
und der flügel silberklange
meine seele steig' empor.
Stolberg 2, 94;
die stimme melodie
ein ohrenmahl wie sphärenharmonie!
wie silberklang aus fliessenden krystallen!
Schiller 1, 320 (Semele 213).
scherzend:
der innre schall so werther namen
liesz nie den silberklang des meinigen hervor.
Thümmel reise 9 (1803), 260.
im bilde:
lüfteleer
ist es um mich; da ertönt nicht mehr
herzens silberklang.
Herder 29, 98 Suphan.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1016, Z. 43.

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Zitationshilfe
„silberklang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberklang>, abgerufen am 27.10.2021.

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