Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberkrystall, m.

silberkrystall, m.
bezeichnung der krystalle, die man durch krystallisation des in säuren aufgelösten silbers erhält, silberkrystalle, f. Adelung, silberkristalle, f. Campe. als heilmittel gebraucht, crystalli lunares, silber-crystallen, zum abtreiben des unnatürlichen wassers von den wassersüchtigen. Jablonski lex. (1721) 721ᵇ, silberkrystallen, äuszerlich gebraucht als ätzmittel oder corrosiv. Jacobsson 4, 174ᵇ (argentum nitratum, höllenstein, silbersalpeter. vgl. 7, 355ᵇ). silberkrystalle können auch die krystalle des natürlich vorkommenden gediegenen silbers genannt werden. vgl. Karmarsch-Heeren³ 8, 238. übertragen:
wir schweben, wir wallen auf hallendem meer (beim schlittschuhlauf),
auf silberkrystallen dahin und daher.
Herder 25, 526 Suphan.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1019, Z. 39.

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Zitationshilfe
„silberkrystall“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberkrystall>, abgerufen am 24.10.2021.

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