Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silbermohr, m.

silbermohr, m.
gewässertes schweres seidenzeug mit silberfäden, auch silbermoor. vgl. mohr, m. oben theil 6, 2473:
es scheint, dasz die natur mit neuer lust erfüllet,
statt ihres grünen sammts (im winter) in silber - moor sich hüllet.
Brockes 1 (1739), 255.
freier:
war uns'rer erde kleid zuvor
ein grüner sammt, ein bluhmichtes gewand;
so ist es jetzt (im winter) ein silber-moor.
400.
falscher silbermohr: wenn die prinzessin Takamahaka oder Rossabarba mit dem spitzen kinn, mit ihrer krone von flittergold und mit ihrer langen schleppe von falschem silbermohr abgetrippelt ist. Wieland 11, 181.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1025, Z. 17.

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Zitationshilfe
„silbermohr“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silbermohr>, abgerufen am 21.10.2021.

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