Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silbermond, m.

silbermond, m.
der mond wegen seines silberglanzes: als aber der silbermond zum siebenten mal sich zu runden begann. Musäus volksm. 4, 12 Hempel;
wohlan, madam, wofern es je geschah,
dass ihre tugend sich in einem stillen haine,
von rosen überwölbt — zur abendzeit — alleine —
mit einem freund befangen sah —
vielleicht beym zärtlichen verführerischen scheine
des silbermonds.
Wieland 17, 298 (Idris 5, 80);
seht, lieblich strahlt in unsern wein
des silbermondes rund.
Voss 4 (1802), 47;
der silbermond steigt auf in heil'ger pracht.
Körner 1, 151;
es blickt der silbermond in bleichem zittern
mit stiller wehmuth durch die öden fenster.
171;
im rosig milden nebelmeere
beginnt der silbermond den lauf!
Keller 9 (1990), 36.
in vergleichen: wenn sie (ein mädchen) ja einmal auf einen augenblick zum vorschein kam, wie der silbermond in einer stürmischen nacht aus dem gewölke, so erschien sie mit gar trübseligem gesicht. Musäus volksm. 2, 56; fräulein Bertha glänzte am hofe ihres vaters den stattlichen rittern in die augen, wie der silbermond den empfindsamen wandlern in einer heitern sommernacht. 3, 10.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1025, Z. 30.

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Zitationshilfe
„silbermond“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silbermond>, abgerufen am 21.10.2021.

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