Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberpfennig, m.

silberpfennig, m.
aus silber geprägter pfennig, silbermünze, nummulus argenteus. Stieler 1434, mhd. silberphenninc. Lexer mhd. handwb. 2, 923:
Beniâmin gap er (Joseph) mêre,   wan er minnot in sêre,
dem gap er oͮch ze minnen   silberphenninge.
gen. u. exod. 100, 5 Diemer;
in dem lant gebt iuwern solt;
silberphenninc unde golt
niemen ûʒ dem lande gebt.
Helbling 4, 750;
was kleine silber pfennig werden sollen, in denen halt man das gewicht nit so eben. Münster cosmogr. 831. in archaisierender sprache: hierauf sangen wir und tanzten reihentänze und lieszen viele weisze tauben fliegen, die mit bunten bändern und silberpfennigen geschmückt waren. Brentano 4, 77. als silberne denkmünze, medaglia d'argento, verzeichnet Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 811ᵇ das wort, und so gebraucht es noch J. Paul: es hat kein historiker etwas von solchen sessionen (jeder von den 40 akademikern in Paris hat von der beiwohnung einer session 1 silberpfennig). a. d. teuf. pap. 1, 10. heute gibt es keine aus silber geprägten pfennige mehr und auch in freierem sinne ist das wort veraltet.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1034, Z. 55.

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Zitationshilfe
„silberpfennig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberpfennig>, abgerufen am 26.10.2021.

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