Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberreich, adj.

silberreich, adj.
reich an silber. Adelung. Kramer deutschital. dict. 2 (1702), 811ᵇ, silberreych Maaler 374ᵃ, mhd. silberrîch (s. unten 1).
1)
in bezug auf vermischung mit silber als stoff: ist nun desz verbrunnen guts (mit zinn zusammengeschmolzenen silbers) zehen pfundt, so setz auff den test zwantzig pfundt rein bley auff ein mal, wann dasselb anfacht zu treiben, dann desz silberreichen ziens ein halbs pfund auch darzu. Ercker erzt- und bergwercksarten (1580) 34ᵇ; silberreiche erze. Campe;
sie trunken ouʒʒer golde   und âʒen alle ûʒ silberrîchen vaʒʒen.
jüng. Titurel 2832, 4.
2)
in bezug auf gesondertes vorhandensein von silber:
lieb knecht, für deinen lohn und werth
dafür sollst du wohl nehmen mein silberreiches (mit silber verziertes) schwert.
wunderhorn 2, 134 Boxberger;
Hardi, ein Bologneser hündchen
der, wenn sein herr zu mittag asz,
auf silberreicher tafel sasz.
Weppen im Göttinger musenalm. auf 1777 s. 13.
3)
übertragen:
mit buntem rock der lentz, der sommer reich mit gold,
der herbst mit roht und weisz kan berg und thal bedöcken;
jedoch der winter starck mit silber-reichem sold
kan (mächtîger) sie all gar in den harnisch stöcken.
Weckherlin 786.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1036, Z. 83.

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Zitationshilfe
„silberreich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberreich>, abgerufen am 22.10.2021.

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