Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberrein, adj.

silberrein, adj.
rein wie silber
1)
in bezug auf aussehen, fleckenlosen glanz, weisze:
die heisse reitzungs-gluth, der schnee- und lilgen-leib,
erhub die sternen-pracht die silber-reinen glieder.
Mühlpforth ged. 1 (1686), hochzeitged. 4;
sie sah'n die silber-reine flut,
als einen glatt-polirten spiegel.
Brockes 1 (1739), 22.
2)
in bezug auf ton, reinen, hellen klang: als das fräulein mit wundersüszer, silberreiner stimme sprach. Hebel 2, 61;
mein Ilschen .. fing mehrentheils zu anfangs an,
nebst meiner tochter Marianen,
mit ihren silber-reinen stimmen, dem chorus einen weg zu bahnen.
Brockes 7 (1746), 76;
mein allerliebster Miller,
wer hat dich ton und triller
so silberrein gelehrt.
Voss 233, 3 Sauer (Kürschner).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1037, Z. 49.

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Zitationshilfe
„silberrein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberrein>, abgerufen am 21.10.2021.

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