Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberschleier, m.

silberschleier, m.
silberdurchwirkter oder silberartig glänzender schleier:
flugs hüllte sie den silberschleier um
(αὐτίκα δ' ἀργεννῇσι καλυψαμἑνη ὀθόνησιν).
Bürger 152ᵇ (Il. 3, 141);
die abendsonne bebte, wie lichtes gold,
durch purpurblüthen, bebte, wie lichtes gold,
um ihres busens silberschleier.
Hölty 99, 7 Halm.
zu freierer anwendung überleitend:
hell im schimmer der krystalle,
hell im silberschleier, walle,
reine nymphe, wall' hervor!
Bürger 27ᵃ.
übertragen:
so weisz ist nicht der sonne silberschleier,
schlehblüte nicht so weisz:
wie junger schnee im sonnenglanze,
thäler und berge blitzen von ihm.
Schubart bei Sauer stürmer u. dränger 3, 348, 5;
wann der berge silberschleier
sich mit abendgold besäumt.
Matthisson (1794) 115;
du (die erde) nimmst aus wolkenflor
den silberschleier vor.
Rückert ges. ged. 1, 97.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1042, Z. 48.

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Zitationshilfe
„silberschleier“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberschleier>, abgerufen am 28.10.2021.

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