Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

silberstein, m.

silberstein, m.
1)
im hüttenbau: hart gewordene silberschlacke, glätte. Adelung. Jacobsson 7, 358ᵇ, dem griech. λιθάργυρος entsprechend: also treibt man auch das bley vom silber durchs fewer, da es im rauch wegk gehet, ... oder es fleusst ausz dem treibherd, und wird glet oder silberstein, wie es die Grecken nennen, welches man den ertzen zusetzet, oder wider anfrischt, oder die töpffer verglasieren jre geschirr darmit, wo sie nit bleyertz oder glantz haben, oder man brauchet es zur ertzeney. Mathesius Sar. 101ᵇ.
2)
bergmännisch auch silberhaltiger stein, silbererz: von solchen schlacken, unflat oder falschem dinge, redet nun David inn disem versz, das gar eitel, lehr, niemand nütz, vergeben und falsch ist, oder ... das gar silber oder metall losz ist, drinn kein euglein oder greuplein silberstein, oder gut ding zu finden ist. Mathesius Sar. 108ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1046, Z. 49.

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Zitationshilfe
„silberstein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/silberstein>, abgerufen am 17.10.2021.

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