Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

singsang, m.

singsang, m.,
verächtlich, verbrauchtes, leeres geklingel bezeichnend, auch auf poesie bezogen: elender singsang Campe (bei ihm als 'niedriges, aber deshalb noch nicht verwerfliches' wort bezeichnet):
gewahrt euch nur! die allerbesten
hat solch ein sing-sang schon besiegt.
Göthe 41, 119;
frau amme, bleib heut' mit dem singsang zu haus.
Heine 1, 21 Elster;
der herr von Singsang auf und zu Klingklang. Gotter 3, 345 (1802); dem singsang der minnesinger. Göthe 33, 204; schauspieler ..., die mich durch singsang und grimassen fortwährend daran erinnern, dasz ich in der komödie bin. Hebbel 6, 244. vgl. Weigand⁴ 2, 718. Mi 79ᵇ. Woeste 237ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1094, Z. 7.

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Zitationshilfe
„singsang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/singsang>, abgerufen am 19.10.2021.

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