Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

singstimme, f.

singstimme, f.
voce atta propria a cantare, it. specie di essa. Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 814ᵃ; allgemein zur bezeichnung des organs, das die töne hervorbringt ('eine stimme, welche geschickt ist zum singen'. Campe); hier brauchen wir lieber das einfache stimme: gesang lebloser geschöpfe, welchen der mensch die singestimme gelöset hat. Hippel 8, 248; in welche gefahr jene unruhige lage auf dem sopha meine singstimme versetzt hat. Thümmel reise 4, 260 (1794); sie hatte eine schöne singstimme. Keller 6, 150; in technisch - musikalischem sinne, nach lage unterschieden, den instrumenten gegenübergestellt: eine fuge für vier singstimmen, lied für eine singstimme, clavier und viola u. ähnl. die instrumente klangen dumpf wie aus dem grab. die tiefe demuth und die bange traurigkeit der singstimmen ergosz sich in jedes herz. Miller Siegwart 3, 542 (1777). als bestandtheil des musikalischen satzes: die beiden singstimmen sind über dem orgelpunct der begleitung canonisch geführt. das blatt, das heft mit den für den gesang aufgezeichneten noten: (die töchter) rollten dann ihre singstimmen zusammen und begaben sich richtig in die konzertprobe. Keller 3, 110.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1094, Z. 75.

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Zitationshilfe
„singstimme“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/singstimme>, abgerufen am 22.10.2021.

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