Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sinker, m.

sinker, m.
1)
bei Stieler theoretisch aufgestellt: sinker, sinkerinn, mas et foemina labens. 2009;
und er gab das diadem
nur entschloss'nen trinkern,
drohte mit dem anathem
allen matten sinkern.
Rückert ges. ged. 4, 139 (1837).
2)
nach sinken 3 in technischer anwendung: sinker, ein bergmann, der absonderlich gebraucht wird, gerad in die tiefe hinab zu graben. Frisch 2, 278ᶜ; sinker, sind im Mansfeldischen bergleute, welche meistens zur absinkung der schächte angesetzt werden. Jacobsson 4, 179ᵃ. bei Veith bergwörterb. 449 daneben auch im sinne von 'geschworner' (bergaufsichtsbeamter, vgl. sinkergeschworner); ein armer bergkmann, sincker, haspelzieher, ertzpocher, schmeltzer unnd hüttenarbeiter. Mathesius Sarepta 7ᵃ (1571).
3)
bei Nemnich:
a)
senker (s. oben sp. 595);
b)
die brutzwiebeln der tulpen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1102, Z. 36.

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Zitationshilfe
„sinker“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sinker>, abgerufen am 18.10.2021.

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