Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sinkwerk, n.

sinkwerk, n.
bergmännischer ausdruck (s. sinken 3).
1)
im salzbergbau ein unterirdischer raum, in dem süszwasser sich mit salztheilen sättigt. Veith bergwörterb. 449. Jacobsson 4, 179ᵃ. Lexer mhd. handwb. 2, 932. Karmarsch-Heeren techn. wörterb.³ 1, 395; bei Scheuchenstuel 226 ist sinkwerk gleichbedeutend mit ankehrschurf, dem schief nach abwärts eröffneten zugange für die nach unten geleiteten süszen wasser.
2)
nach Jacobsson 4, 179ᵃ nennt man in Ungarn sinkwerk auch einen schacht, 'der nicht von tage aus in das gebirge gehet, wie die tageschächte, sondern erst von einem stollen oder einer strecke seinen anfang nimt, und flach oder seiger in die tiefe gehet'; sonst gesenke.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1103, Z. 4.

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Zitationshilfe
„sinkwerk“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sinkwerk>, abgerufen am 25.10.2021.

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