Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sinnebar, adj.

sinnebar, adj.
1)
mhd. sinnebære, besonnen, klug. Lexer handwb. 2, 932:
wie dicke ein man
guote vorbedæhte
ze guotem ende bræhte,
der gerne sinnebære
und vorbesihtic wære.
Tristan 7913;
nu gedâht der sinnenbære.
Ottokar reimchr. 2072.
2)
nhd. als lose zusammenrückung, der sinne bar, beraubt, bewusztlos:
blutend liegen
das rosz, die jäger sinnebar.
Immermann 13, 58 Hempel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1156, Z. 31.

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Zitationshilfe
„sinnebar“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sinnebar>, abgerufen am 23.10.2021.

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