Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sinnenbrut, f.

sinnenbrut, f.
foetus ingenii. Stieler 249, scheint besonders bei den schlesischen dichtern des 17. jahrh. üblich zu sein, hier gewöhnlich als neutr., s. Drechsler W. Scherffer s. 88: ubrig ist, dasz diesem meinem sinnenbrutt, bey seiner hervorträtung ans licht, ich auch welche patronen erkiese. Scherffer s. ebenda; nachdem mir unlängst unser werther herr Calisius von demselben einen schönen grusz und darnebenst von desselben herrlichen sinnebruten hinterbracht. brief von Sigm. v. Bircken an G. Neumark vom jahre 1656 bei Hoffmann v. Fallersleben findl. s. 9; abstracter: herr Jäckel Klinklangorius alter deutscher meister-sänger, auch wegen seiner heissen sinnen-brut gekröhnter poët wolte einsmahls auch eine stütze und seele der deutschen poeterey abgeben G. Reinhold reime dich (Nordh. 1673) s. 22.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1168, Z. 30.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
simentsfeuer skorpfisch
Zitationshilfe
„sinnenbrut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sinnenbrut>, abgerufen am 17.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)