Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sinnenlos, adj.

sinnenlos, adj.,
vgl. das gewöhnlichere sinnlos, bewusztlos, auszer sich, unvernünftig, ohne besinnung: eʒ wurde ie ir etlichew sinnenlos, und lagen als die toten. nonne v. Engelthal 2, 24;
Neptun ist sinnen-losz ... will kein erbarmen haben.
Rachel satyr. ged. s. 12;
sie sey von leibe schwartz, halb kahl, halb grau von haaren,
ehr- zucht- und sinnen-losz.
13;
meine knie
brechen, ach, ich beuge sie
nicht zum beten; sinnenlos,
herzlos lieg' ich an dem boden.
Göthe 13, 295 (Epimen. 2, 1);
ists pflicht, sich sinnenlos um eingestandne pein,
verstummend, unerklärt im herzen zu verzeihn?
Lenz 3, 257.
von dingen:
wer das sinnen-lose gold
achtet mehr als menschen-hold.
Logau 1, 68, 76.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1170, Z. 7.

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Zitationshilfe
„sinnenlos“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sinnenlos>, abgerufen am 16.10.2021.

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