Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sinnensklave, m.

sinnensklave, m.
sklave der sinne, der sinnlichkeit. Campe: denn hat wohl der wahrhaft sittliche mensch eine freyere wahl zwischen selbstachtung und selbstverwerfung, als der sinnensklave zwischen vergnügen und schmerz? Schiller 10, 101; was war der mensch, ehe die seelenbildende kunst ihre hand an ihn legte? der trotzigste egoist unter allen thiergattungen, und bey aller anlage zur freiheit der abhängigste sinnensklave. briefe 3, 389;
der sinnensklave klebt, wie vögel an der stange,
an einem lilienhals, an einer rosenwange.
Wieland 9, 71 (Musar. 2).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1172, Z. 11.

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Zitationshilfe
„sinnensklave“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sinnensklave>, abgerufen am 23.10.2021.

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