Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sinnenwelt, f.

sinnenwelt, f.
die durch die sinne erkennbare welt, welt der sinnlichen wahrnehmung, mundus sensibilis. Campe: schon von den ältesten zeiten der philosophie her, haben sich forscher der reinen vernunft, auszer den sinnenwesen oder erscheinungen (phaenomena), die die sinnenwelt ausmachen, noch besondere verstandeswesen (noumena) .. gedacht. Kant 3, 234; eine so zarte religion (die persische), gegründet auf die allgegenwart gottes in seinen werken der sinnenwelt. Göthe 6, 23; unaufhörlich durch wechselnde erscheinungen in der sinnenwelt hin- und hergezogen, und in sich selbst getheilt, bedarf das menschliche gemüth öfterer erinnerungen. Hebel 3, 205; ein solcher sprung ist nicht in der menschlichen natur, und um gleichen schritt mit dieser zu halten, werden wir zu der sinnenwelt wieder umkehren müssen. Schiller 10, 366 (ästhet. erz. 25. brief);
mühsam späh' ich im ideenlande,
fruchtlos in der sinnenwelt.
6, 24.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1173, Z. 60.

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Zitationshilfe
„sinnenwelt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sinnenwelt>, abgerufen am 22.10.2021.

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