Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sinnreiche, f.

sinnreiche, f.,
klugheyt, solertia. Dasypodius; sinnreyche (die) ein guͦter verstand, facultas ingenij. Maaler 375ᵃ; desz gemuͤts scherpffe und sinnreyche, acies mentis, ingenij. 349ᵈ; sinnreiche, sagacitas, solertia Dentzler 2, 265ᵃ; sinnreiche Luther tischred. 62ᵇ (am rande); es ist unter den Frantzosen und Engellendern nie kein vertrag fürgnomen worden, da nit die Frantzosen durch schörpfe jrer köpff und sinreiche den Engellendern obgelegen .. seind. Hedion Comines 75ᵇ; der mensch wirdt geboren ausz zweyen vättern. der ein die erden, der ander der himmel. die erden ist der mensch, der himmel ist das gestirn .. ausz dem menschen empfahet sich der leib, unnd die sinnreiche ausz dem gestirn. Paracelsus opp. (Straszb. 1616) 1, 1116 A. jetzt auszer gebrauch, ebenso wie die parallelen bildungen sinnreichheit, -igkeit, -lichkeit.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1200, Z. 58.

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Zitationshilfe
„sinnreiche“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sinnreiche>, abgerufen am 18.10.2021.

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