Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sippt, f.

sippt, f.,
nebenform zu sippe, im bairischen sprachgebiete, wol aus einem vorauszusetzenden mhd. sippede, ahd. sippida entstanden: die sippt neben sipp verwandtschaft im weitesten sinn Schm. 2², 317; in der bedeutung des verwandtschaftsgrades: got .. gab sig und glük dem künig darumb auch, das er des Jeroboams uren (urgroszvater) zuegesagt het, er solt pis in die viert sipt geweltiger künig uber Israhel sein. Aventin. bayr. chron. 1, 259, 8; herzog Hainrich von Landshuet, herzog Ernst und Wilhelm von Münichen als in gleicher sipt wolten auch erben sein. 2, 561, 6; mit umsetzung ins männliche oder neutrale geschlecht: herzog Heinrich, wiewol am sipt nähener. 2, 587, 7. dazu sipptschaft, gesipptschaft, für sippschaft Schm. a. a. o.; herzog Ludwig der wär .. stolz, verachtet all ander, wüeg nichts auf siptschaft. Aventin. 2, 550, 24; mit siptschaft verbunden. 554, 18; die wolten, das man tailet nach der siptschaft das land in drei tail. 561, 29.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1229, Z. 65.

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Zitationshilfe
„sippt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sippt>, abgerufen am 23.10.2021.

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