Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sipptheil, m.

sipptheil, m.
theilhaftigkeit an der sippe, verwandtschaft, blutsverwandtschaft, ahd. sippiteil, mhd. sippeteil: sanguine sipiteila Steinmeyer ahd. gloss. 2, 344, 7; in die persönliche bedeutung des verwandten übergegangen: der dritte mensche, den dû zer ê niht haben solt, daʒ ist dîn geistlich sippeteil. Br. Berthold 1, 313, 23;
dâ von die rehten (guten menschen) sint
sine bruoder unde siniu chint,
mit im ain gaist unde ain muot,
vlaisch gebaine unde bluot,
erben unde siptail,
getailen an dem erbetail.
Müllenhoff u. Scherer denkm. 46, 39 (messegesang);
der knappe was sîn sippeteil,
der dâ tôt lac ûf der wisen.
K. v. Würzburg Parten. 19076;
später erloschen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1230, Z. 3.

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Zitationshilfe
„sipptheil“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sipptheil>, abgerufen am 23.10.2021.

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