Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sittenlos, adj.

sittenlos, adj.
ungesittet. Kinderling reinigk. d. d. sprache (1795) 426, der guten und feinen sitten und der pflichtmäszigkeit im betragen ermangelnd und von diesem mangel zeugend. Campe: ein sittenloser mensch. ebenda; in bezug auf einen gröszeren kreis von personen:
inmitten dieser sittenlosen stadt
steht sie (das fräulein von Scuderi) in wunderbarer reinheit da.
Ludwig 3 (1891), 133.
sittenloses betragen, sittenlose scherze. Campe, ähnlich:
und seinen lippen ist im höchsten zorne
kein sittenloses wort entflohn.
Göthe 9, 168.
sitten- braucht hier wie in ähnlichen zusammensetzungen nicht unbedingt als plur. aufgefaszt zu werden. vgl. oben sittelos und sitten-.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1252, Z. 44.

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Zitationshilfe
„sittenlos“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sittenlos>, abgerufen am 26.10.2021.

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