Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sittenspiegel, m.

sittenspiegel, m.
muster, vorbild in bezug auf die sitten: graf Ruprecht mit dem höcker hatte sich zum sittenspiegel das sprüchlein dienen lassen: gebrannt kind lernt das feuer scheuen. Musäus volksm. 4, 22; darf wohl ein bettler wie ich, der sein leben von reichen leuten hat, ihnen solch einen sittenspiegel (eigne tugendhaftigkeit) beständig vorhalten? Göthe 36, 61; freilich hatte sie davon den gewinn, dasz sie in dem pflegling einen kleinen sittenspiegel für das mutwillige mädchen schuf. Keller 5 (1899), 204.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 1255, Z. 66.

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Zitationshilfe
„sittenspiegel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sittenspiegel>, abgerufen am 23.10.2021.

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