Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sitzgeld, n.

sitzgeld, n.
1) salarium assessorum, 2) pro carcere Stieler 682 (vgl. sitzlohn, -gebühr). im ersten sinne bei Kramer deutsch-it. dict. (1702) 2, 823ᵇ; bei Frisch 2, 282ᵃ in drei bedeutungen: 1) was man den beysitzern des landgerichts in Schwaben an besoldung gibt (vgl. sitzen 4, h); 2) in Schwaben auf den dörfern, was die hausleute oder gehausete jährlich dem herrn des dorfs geben (vgl. sitzen 4, a); 3) sitzgebühr, was ein gefangener dem kerkermeister geben musz (vgl. sitzen 4, n). sitzgeld, gebühr, welche nach den alten bergordnungen den beisitzern bei den berggerichtsverhandlungen verabfolgt wurde. Scheuchenstuel 226; pflegers oder richters sitz- und siglgelt. tir. weisth. 4, 2, 639; aufenthalts-, niederlassungsgebühr: ein insasz soll verbunden sein, sich mit seinem jährlichen sitzgelde ... selbst ohne alle mahnung einzufinden. 2, 200, 10.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1302, Z. 39.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
simentsfeuer skorpfisch
Zitationshilfe
„sitzgeld“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sitzgeld>, abgerufen am 17.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)