Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

skarteke, f.

skarteke, f.:
scarteque, scartek, 'ein nichtswürdigen wisch, ein unbrauchbares buch'. Jacobsson 7, 177ᵃ;
kaum erliegt sie ungefähr
des todes unversehenem streiche,
so fliegen gleich, von allen enden her,
skarteken tausendfach und decken ihre leiche.
Göthe 57, 279;
spöttisch von einem manuscript: warum das skartekchen in Göttingen keinen verleger finden konnte. briefe 1, 257 Weim. ausg.; s. im übrigen scharteke th. 8, sp. 2224. einen für die bedeutungsentwicklung des wortes interessanten beleg füg ich an: (ich habe) die puecher so mir dunglich gefunden ... mit weghgefurt als nemlich eingepunten: Geometriam Capellae ..., die andern sind uneingepunten khlein und schlecht in scartheken. W. Lanzius (1549) im notizenblatt (beilage zum archiv f. kunde öst. geschichtsquellen) 2 (1852), 27; es ist klar, dasz skarteke hier einen minderwerthigen einband bezeichnet, wol einen aus verbrauchtem oder zum schreiben nicht verwendbarem pergament.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1308, Z. 4.

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Zitationshilfe
„skarteke“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/skarteke>, abgerufen am 27.10.2021.

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