Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sklavenjoch, n.

sklavenjoch, n.
die sklaverei als joch betrachtet. Campe. vgl. das lat. iugum servile, servitutis und joch 2, c oben th. 4, 2, 2329:
doch nein, ihr werdet glauben,
ich sei gekommen euch zu täuschen, werdet
mit jenen feilen seelen mich verwechseln,
die für das sclavenjoch gebohren sind.
Schiller Turand. 4, 10.
im anschlusz an sklave II, 2: gott lob, dasz Elisen endlich einmal die geduld gerissen ist! dasz sie endlich einmal den muth gefaszt hat, das sklavenjoch des abscheulichen alten weibes abzuwerfen! J. G. Müller Siegfr. v. Lindenberg 4, 280;
du (die schönheit) schimmerst ihm nur kaum durch aufgeblühte wangen,
wie klopfend bleibt sein herz an ihrer seide hangen
und hüpfend schultert er das schwerste sklavenjoch.
Withof acad. ged. 1, 283;
ermanne dich, mein geist, sey frey!
und brich das sklavenjoch entzwey,
das deutschen nacken schändet!
nicht deutsch ist sie, nicht deiner wehrt,
die herzensliebe wimmern hört,
und sich zu buhlen wendet!
Miller ged. (1783) 261;
alle seine glieder beben
bey jedem aufblick in ein leben
das mit dem sklavenjoch verfeinter höflichkeit
den freygebornen mann bedräut.
Thümmel reise 2 (1791), 35.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1319, Z. 23.

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Zitationshilfe
„sklavenjoch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sklavenjoch>, abgerufen am 24.10.2021.

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