Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sklavenkette, f.

sklavenkette, f.
kette zum fesseln von sklaven. Campe, in bildlichen wendungen, zur bezeichnung der sklaverei:
sklavenketten drücken diese hände,
die ich hinüber strecke nach den meinen (Melitta spricht, die sklavin ist, aber keine ketten trägt).
Grillparzer 3 (1887), 170.
im anschlusz an sklave II, 2:
von arger leute sklavenketten
ein volk, dem wahrheit schmeckte, retten
für schläfrige gleichgültigkeit?
das wäre gotte zuzumuthen?
Withof acad. ged. 2, 5.
mit dem gen. eines abstractums verbunden, das dem herrn des sklaven oder der kette selbst vergleichbar ist (vgl. sklavenband):
der sorgen sklaven-kette
hält auch fürsten offt umfaszt.
Günther 80.
auf abstracta als träger der kette bezogen:
brich entzwei die sklavenkette (o fürst!),
die verstand und tugend trägt.
Ramler 2, 62;
wanke näher an das sterbebette,
wo Lucindens hülle starrt,
wo ihr geist von seiner sklavenkette
losgekettet ward!
Hölty 141, 3 Halm.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1319, Z. 55.

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Zitationshilfe
„sklavenkette“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sklavenkette>, abgerufen am 18.10.2021.

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